Aufregung in Sürth um geplantes Flüchtlingsheim

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Köln-Gestern bekam ich einen Anruf einer aufgeregten Sürtherin, die am „Unteren Buschweg“ in Sürth wohnt. Sie hatte von unserer Petition gegen den „Innenausbau Heidelweg“ gehört und fragte mich ob ich denn wüßte , das die Stadt Köln den Bau eines
Asylantenheim in Sürth plant und ob man da nicht etwas tun könnte. Wegen des starken Zuzugs von Asylbewerbern wird die Stadt auf dem Grundstück an der Josef-Kallscheuer-Straße in Sürth bauen. Es soll Wohngebäude mit drei Vollgeschossen und abgeschlossenen Wohneinheiten gebaut werden.Der Rat muss der Vorlage im Dezember zustimmen, der Bau könnte dann bis Ende 2015 bezugsfertig werde. Im Oktober hatte sich der Zuzug von Flüchtlingen um 160 Personen auf insgesamt 2832 Flüchtlinge erhöht.Der Zuzug halte weiter an, teilte die Stadt mit. In Sürth sollen auf rund 1350 Quadratmetern Grundfläche etwa 19 Wohneinheiten entstehen. Die Baukosten dafür. werden etwa 2,6 Millionen Euro betragen.
Zufällig traf ich dann gestern eine Gruppe von Sürthern, ein so genanntes Widerstandsnest,in heller Aufregung vor.“Das ist ja völlig unglaublich, da baut die Stadt seit Jahren Einfamilienhäuser und exklusive Eigentumswohnungen in Sürth und nun das genau vor unserer Tür,“meint eine Dame und eine weitere fügt hinzu, „und in Meschenich stehen hunderte Wohnungen leer.“

Peter B.“Und wieder werden wir ohne Befragung durch die Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt.Unglaublich. Mit uns Sürthern kann man ja alles machen. Es stehen so viele Wohnungen in Sürth leer -wieso quartiert man die Asylanten nicht in Einzel Wohnungen ein, dann wäre eine Integration viel einfacher und unauffälliger, und die Vermieter würden sich freuen, wenn ihr Leerstand bereinigt wäre.“ Christine M. aus Sürth:
„Für 2.6 Millionen gibt es doch wohl andere Lösungen.Ich höre immer die Stadt Köln hat kein Geld. Im Industriegebiet Rodenkirchen/Sürth stehen seit Jahren ganze Bürogebäudetrakte leer, wieso wird nicht ein leerstehende Bürogebäude umgenutzt?“ Es scheint als gibt es in Sürth viele Bürgerfragen und Unstimmigkeiten gegenüber dem Rat. Der Hafenausbau Godorf, der Innenausbau Heidelweg, ein Asylantenheim in Sürth.

Politischer Zündstoff im Kölner Süden und 2014 wird gewählt. Auf dem zukünftigen Baugrund haben aufgeregte Sürther bereits Mahntafeln angebracht. Ob das der richtige Weg ist weiß ich nicht- jedoch könnten die Kölner Politiker in der Kommunikation mit dem Bürger eigentlich andere Wege gehen.

P.S.  Wie immer fällte die Stadt Köln eine andere  Entscheidung

zum einen am

Beginn der Bauarbeiten in der Josef-Kallscheuer-Straße

In der Josef-Kallscheuer-Straße in Sürth beginnen in den kommenden Tagen die Bauarbeiten für ein Neubauprojekt. Auf dem städtischen Grundstück wird ein dreigeschossiger konventioneller Neubau mit 15 abgeschlossenen Wohneinheiten in unterschiedlich großen Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen für Geflüchtete errichtet. Die Wohnungen bieten insgesamt Platz für maximal 70 bis 80 Personen. Die Betreuung der Geflüchteten wird vom Sozialen Dienst des Amtes für Wohnungswesen übernommen.

Einen entsprechenden Beschluss hatte der Rat der Stadt Köln schon im Dezember 2013 gefasst. Anfang 2014 wurden die Pläne für das Projekt den Anwohnerinnen und Anwohnern bei einer Informationsveranstaltung in der Gesamtschule Rodenkirchen vorgestellt. Weil zwischenzeitlich Projekte zur Schaffung von Notunterkunftsplätzen priorisiert werden mussten, hatte sich der Start des Projekts wiederholt verzögert.

Die Erdarbeiten an dem Grundstück sollen nun im November 2017 beginnen, die Rohbauarbeiten starten dann voraussichtlich im Januar 2018. Eine Fertigstellung des Neubaus ist derzeit für Mitte 2019 avisiert.

Nachtrag vom 09.05.2019:

Aktuell leben 10.672 Geflüchtete in Einrichtungen der Stadt Köln. Für die Stadt Köln besteht eine gesetzliche Unterbringungsverpflichtung, um die geflüchteten Menschen vor Obdachlosigkeit zu bewahren

Informationen zum Gebäude

  • 70 Plätze
  • 15 Wohnungen
  • Wohnflächen je Wohnungstyp von 60 bis 105 Quadratmetern mit 2 bis 5 Zimmern und jeweils eigenen Küchen und Bädern
  • Bau einer mehrgruppigen Kita auf dem Nachbargrundstück
  • Im Bau
  • Geplante Fertigstellung: 1. Quartal 2019

Betreuung vor Ort

  • Sozialarbeiterische Beratung und Begleitung durch den Sozialen Dienst des Amtes für Wohnungswesen oder durch freie Träger wie zum Beispiel Deutsches Rotes Kreuz mit dem Ziel, sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch die Häuser in das nachbarschaftliche Umfeld zu integrieren
  • Kooperation mit Jugendamt, Schulamt (Anmeldung schulpflichtiger Kinder), Sozialamt, Ausländerbehörde, Wohlfahrtsverbänden, freien Trägern, Initiativen, Kirchen, Polizei und vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern
  • Vernetzung mit anderen sozialen Angeboten im Stadtteil und Sozialraum
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Jazzie ist mein Nickname als Schlagzeuger und Jazzmusiker. Das Colozine Köln News Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Main Stream Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser aller höchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des ersten Fußballclub Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport,Tennis,Squash und Motorrad fahren. Ich bin Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Neben Köln, zieht es mich nach Ostfriesland. Denn dort ist das Meer und ein 243 Jahre altes Haus :-) Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) Oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 2236 7025094