Canvas- die CD von Robert Glasper und das Jazzpiano

1256

Robert Glasper, 27 Jahre jung Pianist aus Houston-Texas, steht mit einem Bein fest in der Tradition des Jazzpianos ist aber auch in der Hip Hop Szene kein unbekannter. Er spielt lupenreinen Bebop wenn es sein muß, ist aber auch begehrter Begleiter in der HipHop-Szene. Q-Tip sowie Mos Def verlassen sich gern auf den Pianisten, der dann auf seinmen Rhodes spielt. Einen Eindruck des musikalischen Können, kann man sich auf Glaspers Blue-Note-Debüt „Canvas“ verschaffen.

Canvas spielte beim diesjährigen JazzBaltica in Salzau in bester Gesellschaft. Motto des Festivals war „On Piano“.
Canvas ist nicht sein Debüt Album.Die erste CD hieß Moods(2002) und ist bei Freshsounds-Label veröffentlicht.Glasper weiß durch seinen Jazz Piano Sound, seine Voicings, Kompositionen und originellen Arrangements zu faszinieren.

Über Einflüsse spricht er nicht. „Ich habe eine Menge Einflüsse, aber ich habe vor ein paar Monaten aufgehört, sie in Interviews aufzuzählen. Ich frage die Leute lieber, wen sie denn in meinem Spiel hören? Oft ist es so, dass die Leute in einem Interview meine Einflüsse lesen und zu einem Konzert kommen. Egal, wen ich als Einfluss nennen würde, dessen Spiel würden sie in meiner Art Klavier zu spielen entdecken. Dann heißt es:Herbie Hancock, ich wusste es.“
Er wünscht sich das seine Zuhörer und Konzertbesucher unvoreingenommen zu einem Konzert kommen.Eine Verehrung für Hancock lässt sich auf Canvas auf jeden Fall ausmachen,denn er spielt dessen Komposition „Riot“ in einem tollen Arrangement. Also ein bischen Hancock ist halt immer drin.

Viel Jazzfans verstehen nicht warum Robert Glasper auch oft Fender Rhodes in HipHop-Formationen spielt. Dazu meint der Pianist „Ich spiele oft mit dem Sänger Bilal, einem HipHop-Sänger, oder Mos Def oder Q-Tip. Ich mische das alles musikalisch und die verschiedenen Genres finden sich irgendwie in meinem Sound wieder.
Ich mag den Sound mit Klavier und Fender Rhodes zur selben Zeit. Bei „Riot“ habe ich beide simultan eingespielt, bei den anderen Aufnahmen wurde ein bisschen getrickst.

2006 war das erste Jahr, in dem Robert Glasper mit seiner Band auf deutschen Bühnen zu hören war. In Salzau war er mit seinem Trio mit Vicente Archer (b) und Damion Reid (d) zu hören.Als Special guest war Marcus Strickland (s) zu hören, mit dem Glasper eine lange Wegstrecke verbindet. Marcus Strickland kennt er schon seit Highschool-Zeiten.“Er war einer der ersten, mit denen ich zusammengespielt habe.“

Canvas ist ein Mainstream-Jazzalbum, doch der Hip Hop scheint durch.Das ist etwas das mir persönlich sehr gut gefällt. Ich mag die fetten und dominanten Bässe. Das ist Geschmackssache aber Blue Note Alben habe ich genug und da kommt dieses Album für mich doch recht erfrischend daher. Es perlt einfach und ist Piano wie ich es liebe.
Robert Glasper Canvas (Blue Note / EMI) www.robertglasper.com

Vorheriger ArtikelHape Kerkeling – Ich bin dann mal eben weg
Nächster ArtikelKöln – ueber 100 Konzerte verschiedener Musikrichtungen
Jazzie ist mein Nickname als Schlagzeuger und Jazzmusiker. Das Colozine Köln News Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Main Stream Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser aller höchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des ersten Fußballclub Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport,Tennis,Squash und Motorrad fahren. Ich bin Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Neben Köln, zieht es mich nach Ostfriesland. Denn dort ist das Meer und ein 243 Jahre altes Haus :-) Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) Oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 2236 7025094