Montreux Jazzfestival 2007 Claude Nobs muß sparen

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Ein grosses Tor markiert den Eingang zur Seepromenade des Jazzfestivals. Ab hier kann nur noch mit der Festivaleigenen Währung „Jazz“ oder mit dem Cash-System der EuroCard bezahlt werden. Das dürfte der Vergangenheit angehören den im Jahr 2007 gibt es einige gravierende Änderungen.

Die Künstler erachten es als eine grosse Ehre, auf einer der Bühnen stehen zu dürfen und Tausende Besucher warten jährlich gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Programms. Aber wie auf allen Festivals, die Zahl der Besucher wird mehr, jedoch die Einkünfte schrumpfen.

Nach drei defizitären Jahren fährt das Jazzfestival Montreux in der kommenden Ausgabe einen drastischen Sparkurs. Die kostenpflichtigen Konzerte finden wieder alle im Kongresszentrum statt, das Angebot wird um ein Drittel verringert. Ohne das Casino als zweiten Konzertsaal wird es in den 16 Tagen nur noch 80 statt 120 Konzerte geben.

Die Konzentration auf die beiden Säle des Kongresszentrums sollen eine Ersparnis von umgerechnet 368.528 Euro bringen, wie es aus der Schweiz verlautete. Das Währungssystem «Jazz» wird zugunsten des Schweizer Frankens aufgegeben. 2007 sind die alten Jetons aber noch gültig. Das Publikum hatte die 1990 eingeführte Spezialwährung ohnehin nicht gemocht.

Was den verantwortlichen in Montreux missfällt ist das rund 130 000 das Angebot der Gratiskonzerte, -Sessions, -Wettbewerbe und -Workshops draussen und in den beiden Clubs nutzt. Ein Grund für Claude Nobs, dass nicht nur wie bisher die Gemeinde, sondern auch der Kanton etwas beisteuert.So kündigt der 70-Jährige an, das Konzept – zum Beispiel die Länge – «ohne Tabus» zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten.
Es werde nicht das 41. Montreux Jazz Festival, sondern das 40. + 1 Montreux Jazz Festival. Für etliche der illustren Events in Montreux hätten weit mehr Tickets verkauft werden können, als die maximal 4500 im Auditorium Stravinski z.B für die Black Eyed Peas, Sting, die drei Santana-Themenabende und Deep Purple zum Abschluss.Die freien Veranstaltungen nutzen eher der Region die eine Wertsschöpfung von fast 40 Milionen durch das Festival hat. Vom Tourismus kann aber ein Veranstalter nicht Leben. Claude Nobs erhält vom Kanton Waadt nicht einmal 10% Förderung und sieht insofern keinen Nutzen für das Festival.
Mit der Senkung der Getränkepreise wird eine weitere Forderung der Besucher ernst genommen. Bier kostet neu 4 statt 5 Franken, Mineralwasser 3,50 statt 5 Franken.

Das Budget 2007 beläuft sich auf 16,5 Millionen, 3 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Grund für die Magerkur liege aber nicht allein in den Defiziten. Sie sei auch Resultat jahrelanger Überlegungen, wie man das Festival für Musiker und Besucher angenehmer gestalten könne.

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Jazzie ist mein Nickname als Schlagzeuger und Jazzmusiker. Das Colozine Köln News Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Main Stream Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser aller höchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des ersten Fußballclub Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport,Tennis,Squash und Motorrad fahren. Ich bin Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Neben Köln, zieht es mich nach Ostfriesland. Denn dort ist das Meer und ein 243 Jahre altes Haus :-) Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) Oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 170 90 08 08 74