Köln- Schwedischer Pop mit Ecken, Kanten und jeder Menge Groove: Benjamin Ingrosso meldet sich mit seiner neuen Single „Mommy’s Boy“ zurück. Das kommende Album „Baby Don’t Say That, I’m Sensitive“ erscheint am 19. März 2027 und verspricht ein musikalisch spannendes neues Kapitel.
Manchmal steckt hinter einer ziemlich selbstbewussten Fassade eben doch ein sensibler Mensch. Benjamin Ingrosso weiß das offenbar ganz genau – und macht daraus kurzerhand einen Song. Mit „Mommy’s Boy“ präsentiert der schwedische Sänger eine neue Single, die sich mit einem Augenzwinkern den eigenen Schwächen widmet. Ein bisschen Selbstironie hat schließlich noch niemandem geschadet.
Der Song ist Teil seines angekündigten Albums „Baby Don’t Say That, I’m Sensitive“, das am 19. März 2027 über EMI Nordic erscheinen wird. Und wer jetzt einen weiteren Aufguss seines bisherigen Sounds erwartet, dürfte überrascht werden.
Weg vom großen Pop-Theater, hin zum Groove
Nach seinem Album „Pink Velvet Theatre“, das sich musikalisch gerne bei den Bee Gees, Queen und Elton John bediente und mit opulenten Arrangements glänzte, schlägt Ingrosso nun eine etwas andere Richtung ein.
Diesmal geht es zurück zu den Sounds der 80er-Jahre und zum Alternative-Pop und Indie-Sound der Jahrtausendwende. Mehr Bandgefühl, mehr Groove und offenbar auch ein bisschen mehr musikalische Bodenständigkeit.
Für die Produktion hat sich Ingrosso namhafte Unterstützung geholt. Jonathan Rado, der unter anderem mit Miley Cyrus, The Killers und Father John Misty gearbeitet hat, ist ebenso beteiligt wie Kane Ritchotte, der bereits mit sombr und Phoebe Bridgers im Studio war.
Auch bei den Musikern wird nicht gekleckert: Bassist Pino Palladino, bekannt durch seine Arbeit mit Elton John, John Mayer und The Who, sowie Keyboarder Greg Phillinganes, der unter anderem für Stevie Wonder, Michael Jackson und Aretha Franklin gespielt hat, gehören zum Team.
Das lässt durchaus aufhorchen.
„Mommy’s Boy“ – hinter der Fassade wird es persönlich
Inhaltlich wird Benjamin Ingrosso diesmal ziemlich offen. „Mommy’s Boy“ beschreibt einen Menschen, der nach außen selbstbewusst und vielleicht sogar ein wenig eitel erscheint, im Inneren aber mit Selbstzweifeln kämpft und sich nichts sehnlicher wünscht, als angenommen und bestätigt zu werden.
Ingrosso bezeichnet den Song selbst als eine Art Geständnis, bei dem er sich über ein Selbstbild lustig macht, das nicht unbedingt der Wirklichkeit entspricht.
Auch die weiteren neuen Titel beschäftigen sich mit den kleinen und großen Widersprüchen des Lebens und der Liebe. „nice to meet ya“ erzählt vom schwierigen Loslassen, „deep diver“ spielt mit dem Gedanken des tiefen Eintauchens und „cliché“ stellt die ewige Frage, ob eine Beziehung vielleicht doch anders ausgegangen wäre, wenn man nur eine Kleinigkeit verändert hätte.
Vier neue Songs kommen damit zum bereits im September veröffentlichten Doppel „funny feeling“ und „waste my time“ hinzu. Insgesamt stehen inzwischen sechs Titel des kommenden Albums fest. Die vollständige Tracklist umfasst 13 Songs.
Vom berühmten Familiennamen zum eigenen musikalischen Weg
Benjamin Ingrosso ist in Schweden längst kein Unbekannter. Er stammt aus einer Familie, in der Unterhaltung und Öffentlichkeit praktisch zum Alltag gehören. Seine Mutter ist Sängerin und Schauspielerin Pernilla Wahlgren, seine Schwester Bianca Ingrosso eine bekannte Medienpersönlichkeit. Cousin Sebastian Ingrosso wiederum gehört als Mitglied der Swedish House Mafia zu den internationalen Größen der elektronischen Musik.
Mit dieser Familiengeschichte hätte Benjamin es sich durchaus bequem machen können. Stattdessen hat er sich zunehmend auf seine eigene musikalische Karriere konzentriert und sich auch aus der erfolgreichen Realityserie „Wahlgrens värld“ zurückgezogen.
Sein Weg führt damit immer deutlicher weg vom berühmten Familiennamen und hin zu einem eigenständigen Künstlerprofil.
Auf Tour durch Skandinavien
Auch live ist Benjamin Ingrosso unterwegs. Seine „What Happens Next?“ Tour startet am 23. Oktober mit einem bereits ausverkauften Konzert im schwedischen Karlstad. Weitere Stationen führen ihn durch Schweden, Finnland und Norwegen. Den Abschluss bilden zwei Konzerte in der Stockholmer Avicii Arena am 13. und 14. November.
Mit „Baby Don’t Say That, I’m Sensitive“ dürfte Ingrosso jedenfalls eine interessante neue Seite zeigen. Weniger großes Pop-Theater, mehr Persönlichkeit, mehr Band und ein Künstler, der offenbar gelernt hat, auch über sich selbst zu lachen.
Und das ist bekanntlich eine ziemlich sympathische Eigenschaft.
Album: Benjamin Ingrosso – Baby Don’t Say That, I’m Sensitive
Veröffentlichung: 19. März 2027
Label: EMI Nordic
Neue Single: Mommy’s Boy







































































