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1. FC Köln: Fünf Tore, ein magischer Pokalabend und plötzlich ist alles anders!

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Köln- Müngersdorf hatte wieder einen Grund zum Feiern.Manchmal schreibt der Fußball Geschichten, die man ihm vorher schlicht nicht zugetraut hätte. Der 1. FC Köln schlägt den 1. FC Union Berlin im DFB-Pokal mit 5:0, zieht verdient ins Achtelfinale ein und verwandelt das Kölner Stadion in einen einzigen rot-weißen Freudentaumel.

49.000 Zuschauer, eine bestens aufgelegte Nordkurve und eine Erwartungshaltung, die vor dem Anpfiff vermutlich irgendwo zwischen vorsichtiger Hoffnung und dem selbstverständlichen Ausscheiden der Geißböcke lag. Man kennt das ja in Köln. Erst einmal tief stapeln, damit die Enttäuschung hinterher nicht ganz so weh tut. Doch diesmal kam alles anders. Für den FC ist es übrigens nicht der erste größere Pokalabend der jüngeren Vergangenheit. In der Saison 2024/25 erreichten die Geißböcke sogar das Viertelfinale, in dem sie gegen Bayer Leverkusen nach Verlängerung mit 2:3 ausschieden. Im vergangenen Jahr war bereits gegen Bayern Schluss. Nun also wieder Achtelfinale. Und diesmal mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Die ersten 30 Minuten: Viel Bewegung, wenig Ertrag

Zunächst passierte allerdings nicht besonders viel. Beide Mannschaften tasteten sich ab, Köln bemühte sich um Ballkontrolle, Union hielt dagegen. Das Spiel erinnerte zunächst an die jüngsten Bundesliga-Auftritte des FC: viel Bewegung, aber wenig zwingende Ideen. Dann kam die 25. Minute. Said El Mala schickte Linton Maina mit einem herausragenden Pass auf die Reise. Maina lief frei auf Torhüter Matheo Raab zu, doch dessen Parade lenkte den Ball noch an den Pfosten. Auf der anderen Seite hatte Union ebenfalls eine Gelegenheit. Michael Aebischer setzte den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor.  Und dann begann der Kölner Abend.

El Mala und Maina öffnen die Tür

Tom Krauß eroberte den Ball, der FC schaltete schnell um. Said El Mala spielte mit Linton Maina einen Doppelpass und blieb vor Raab eiskalt. 1:0 in der 32. Minute. Müngersdorf erwachte endgültig. Bis zur Pause blieb Köln die gefährlichere Mannschaft. El Mala hätte kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar erhöhen können, diesmal blieb Raab im direkten Duell Sieger. Aber schon jetzt war zu erkennen, dass die Kölner an diesem Abend etwas anders machten. Mehr Tempo, mehr Mut, mehr Bewegung zwischen den gegnerischen Abwehrreihen.

Nach der Pause: Jetzt wurde es richtig kölsch!

Union kam mit einer Gelegenheit durch Tim Skarke aus der Kabine, doch dessen Abschluss landete nur am Außennetz. Eine Minute später war der FC wieder an der Reihe. Marius Bülter störte früh, blockte einen Ball und leitete damit den nächsten Angriff ein. El Mala und Maina kombinierten erneut, Maina musste am Ende nur noch den Fuß hinhalten. 2:0 (51.). Und dann kam dieser Said-El-Mala-Moment, für den man eigentlich Eintrittsgeld auch noch nachträglich verlangen könnte. In der 60. Minute zog er von links in den Strafraum, ließ seinen Gegenspieler stehen und schlenzte den Ball mit links traumhaft in die lange Ecke. Ein herrlicher Treffer. 3:0. Da war sie wieder, diese Begeisterung, die man als FC-Fan manchmal so schmerzlich vermisst. Die Südkurve sang, die Mannschaft spielte sich in einen regelrechten Rausch und Union Berlin fand kaum noch Antworten.

Die Joker machen den Pokalabend perfekt

René Wagner wechselte und bekam auch von der Bank die passenden Antworten. Jan Thielmann und Paul Okon-Engstler waren an einer starken Kombination beteiligt. Marius Bülter legte schließlich für den eingewechselten Isak Johannesson auf, der in der 78. Minute zum 4:0 einschoss. Und weil ein solcher Abend offenbar noch nicht groß genug war, durfte auch Sebastian Sebulonsen ran. Reigan Heskey schickte ihn kurz vor Schluss auf die Reise, Sebulonsen vollendete in der 88. Minute zum 5:0. Fünf Tore, fünf verschiedene Jubelmomente und eine Mannschaft, die sich endlich einmal selbst belohnte.

Wagner bekommt seine Antwort – und El Mala die Sprechchöre

Nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten und den Pfiffen gegen den Trainer war dieser Pokalabend auch für René Wagner wichtig. Der FC-Coach freute sich besonders darüber, dass seine Mannschaft mutig geblieben war und die Partie über beide Halbzeiten konsequent gespielt hatte.

Die Stimmen zum Rasen Event

Wagner sagte nach dem Spiel:„Man hat gespürt, dass die Mannschaft unbedingt beweisen wollte, dass sie Tore schießen kann.“

Auch Said El Mala sprach davon, dass diesmal beide Halbzeiten funktioniert hätten. Das war tatsächlich eine bemerkenswerte Erkenntnis, denn genau diese Konstanz hatte dem FC zuletzt häufig gefehlt. Seine Worte zu den Fans waren ebenfalls eindeutig: „Die Fans waren heute unnormal geisteskrank.“

Und tatsächlich: Die Unterstützung von den Rängen war an diesem Abend außergewöhnlich. Als El Mala ausgewechselt wurde, sang die Südkurve seinen Namen. Er selbst sprach von Gänsehaut.

Linton Maina brachte die Stimmung in der Mannschaft auf den Punkt: „Wir haben uns jetzt den Frust von der Seele geschossen.“  Und Joel Schmied ergänzte, wie wichtig dieser Sieg für die Seele und den Kopf der Mannschaft gewesen sei.

Ein 5:0 ist schön – aber die Wahrheit kommt am Sonntag

Jetzt könnte man natürlich anfangen, von einer neuen FC-Mannschaft, einer wiederentdeckten Spielidee und einem möglichen Pokalmärchen zu träumen. Aber ganz so schnell wollen wir dann doch nicht vergessen, was uns diese Mannschaft in den vergangenen Wochen zugemutet hat. Auch Joel Schmied gab nach dem Spiel zu, dass Köln nach dem zweiten Treffer zeitweise den Zugriff verloren und einige einfache Ballverluste produziert hatte. Gegen einen konsequenteren Gegner hätte das durchaus noch einmal eng werden können.

Und auch Union Berlin erwischte keinen besonders guten Abend. Die Eisernen waren defensiv anfällig und ließen sich nach dem dritten Gegentreffer zunehmend den Schneid abkaufen. Der FC darf sich über diesen Sieg freuen. Er war verdient, überzeugend und für das Selbstvertrauen enorm wichtig. Aber am Sonntag geht es bereits wieder gegen Union Berlin. Diesmal an der Alten Försterei und unter Bundesliga-Bedingungen. Dort wird sich zeigen, ob die Geißböcke tatsächlich etwas aus diesem Pokalabend mitnehmen können. Denn eines ist klar: Ein 5:0 im Pokal ist wunderbar. Drei Punkte in der Bundesliga wären mindestens genauso schön.

Und so freue ich mich wenn es in Berlin am Sonntag wieder heißt: Come on Effzeh!

So standen die Teams auf dem Müngersdorfer Grün

1. FC Köln: 1Schwäbe – Schmied, Simpson-Pusey, Krauß – Castro-Montes (63. Sebulonsen), Okon-Engstler (72. Johannesson), Sosa (81. Mensah) – Maina (72. Thielmann), Moore (72. Johannesson) – Bülter, El Mala (81. Heskey)

1. FC Union Berlin: Raab – Haberer, Querfeld, van den Bosch, Rothe (46. Köhn) – Schäfer (68. Kemlein), Khedira – Jeong (75. Ljubicic), Aebischer – Gray (57. Latte Lath), Skarke (57. Burcu)

Tore:

1:0 Said El Mala (32.)
2:0 Linton Maina (51.)
3:0 Said El Mala (60.)
4:0 Isak Johannesson (78.)
5:0 Sebastian Sebulonsen (88.)

 

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Jazzie ist mein Nickname als Jazzmusiker. COLOZINE Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser allerhöchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug, durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des 1. FC Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport, Tennis und Motorrad fahren. Ich bin ein Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Inzwischen habe ich meinen Lebensort an die Nordsee in Ostfriesland verlagert, weil ich mein Herz an ein Denkmal von Anno 1746 verloren habe. Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 170 90 08 08 74
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