Köln- Manchmal braucht es viele Rollen, große Bühnen und lange Wege, um wieder bei sich selbst anzukommen.Für Adam Lambert scheint genau dieser Moment jetzt gekommen zu sein. Mit seinem neuen Album „ADAM“, das am 10. Juli 2026 erscheint, schlägt der Sänger und Entertainer ein neues Kapitel auf – persönlicher, ehrlicher und freier als vielleicht jemals zuvor.
Schon der Titel verrät viel. Nicht ein kunstvoller Albumname, keine Metapher und kein Konzepttitel. Einfach nur: ADAM.Es wirkt beinahe wie eine Rückkehr zum Ursprung.Nach zwanzig Jahren in Los Angeles zieht Lambert nach New York – ein Ortswechsel, der offenbar weit mehr ist als nur ein Umzug. Es ist ein Neuanfang, verbunden mit der Frage, die sich viele Menschen irgendwann stellen:
„Wer bin ich eigentlich, wenn die Bühne leer ist und die Scheinwerfer ausgehen?“
Zwischen Freddie Mercury, Broadway und der eigenen Stimme
In den vergangenen Jahren war Adam Lambert vieles gleichzeitig.
Er stand als Frontmann mit Queen auf den größten Bühnen der Welt und trat dabei in die Fußstapfen einer der größten Rocklegenden aller Zeiten. Er begeisterte am Broadway in Cabaret und überzeugte als Judas in Jesus Christ Superstar in der Hollywood Bowl.
Doch all diese Rollen hatten eines gemeinsam: Sie erzählten immer auch die Geschichte anderer.
Mit „ADAM“ erzählt Lambert nun wieder seine eigene.
„Ich wollte etwas weniger Performatives machen. Etwas Stimmungsvolleres, Introspektiveres und nicht ganz so Theatralisches“, beschreibt er selbst die neue musikalische Richtung.
Die Neunziger als Inspiration
Musikalisch schlägt Lambert überraschende Wege ein. Die Einflüsse reichen von den düsteren Klangwelten von Nine Inch Nails über die melancholische Eleganz von Portishead bis hin zur experimentellen Offenheit von Björk.
Das Ergebnis ist ein Sound, der elektronische Texturen mit echten Instrumenten verbindet und dabei deutlich persönlicher und intimer wirkt als viele seiner bisherigen Veröffentlichungen.
Die bereits veröffentlichten Songs „Eat U Alive“ und „Under The Rhythm“ geben einen ersten Eindruck davon, wohin die Reise geht.
Nicht größer. Nicht lauter.
Sondern näher.
Ein Album wie ein Blick in den Spiegel
Adam Lambert beschreibt das Album selbst als einen Blick in den Spiegel.
Es geht um die schönen Seiten des Lebens, aber auch um die chaotischen Momente und die Unsicherheiten dazwischen. Um all die Facetten, die einen Menschen ausmachen und die sich nicht immer in einfache Worte fassen lassen.
Gerade diese Offenheit macht neugierig auf das Album.
Denn während viele Künstler mit zunehmender Karriere immer größere Inszenierungen erschaffen, scheint Lambert den umgekehrten Weg zu gehen: weniger Maske, weniger Rolle, mehr Mensch.
Vielleicht ist genau das die größte Stärke von „ADAM“.
Es ist kein Neustart.
Es ist ein Ankommen.
Release-Shows in Europa und den USA
Passend zum Album erscheint Adam Lambert im Sommer auch wieder auf ausgewählten Bühnen. Besonders spannend für deutsche Fans dürfte dabei der Auftritt am 23. Juli 2026 in der Berliner Uber Eats Music Hall werden.
Nach Jahren zwischen Rockarena, Broadway und Stadiontournee könnte dies die Gelegenheit sein, Adam Lambert in einem deutlich persönlicheren musikalischen Rahmen zu erleben.
Und vielleicht lernen wir dabei nicht nur einen neuen Adam Lambert kennen.
Sondern den echten.





































































