Karneval ohne Pointe beim 1. FC Köln- Spätes Risiko endet in Stuttgarter Doppelschlag

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1.FC Köln Matchplan nicht aufgegangen
1.FC Köln Matchplan nicht aufgegangen

Köln- Der siebte Karnevalssamstag, die siebte Niederlage – zumindest fühlt es sich für den 1. FC Köln inzwischen wie ein Ritual an. Beim 1:3 in Stuttgart zeigte der FC vieles, was Hoffnung macht: Einsatz, Mut, Phasen von Kontrolle. Und doch wieder das gleiche Ende: ein Spiel, das kippt, sobald die entscheidenden Momente kommen. Wir erlebten die 10 Niederlage unter Kwasniok. Heftig. 

Rund 5000 mitgereiste Kölner sahen eine Mannschaft, die nicht auseinanderfiel – sondern sich selbst durch Risiko und fehlende Präzision und vielleicht einen Trainerfehler schlug. Der VfB Stuttgart war effizienter. Und genau das entschied diese Partie.

Früher Rückstand, bekannte Probleme

Stuttgart gab sofort den bestimmenden Ton an. Nach nicht einmal zwei Minuten tauchte Deniz Undav frei vor Marvin Schwäbe auf – doch der Kölner Keeper gewann das Eins-gegen-eins stark. Ein früher Weckruf, den Köln zwar hörte, aber nicht nachhaltig beantwortete.

Nach einer Viertelstunde fiel das 1:0: Flanke Führich, Kopfballablage Leweling, Abschluss Ermedin Demirovic – sauber, direkt, kompromisslos. Genau die Sorte Aktion, die dem FC oft fehlt. Köln hielt das Spiel offen, aber klare Chancen blieben rar. Ein scharfer Abschluss von Jan Thielmann zwang Alexander Nübel immerhin zu einer Parade. Mehr war offensiv zunächst nicht drin. Viel Laufarbeit, wenig Durchschlagskraft – ein vertrautes Muster. Bei Stuttgart hatte man ständig das Gefühl, wenn die etwas mehr Gas geben steht es gleich 2:0.

Kölner Druckphase – und ein Moment Hoffnung

Nach der Pause zeigte Köln dann jene Momente, die Fans inzwischen fast routinemäßig erwarten: Druckphasen, intensive Ballgewinne, gefährliche Ansätze. Ragnar Ache arbeitete unermüdlich, kam zu Chancen, ließ aber auch Möglichkeiten liegen.

Dann zahlte sich das Risiko aus: Ache lupfte clever über Nübel zum 1:1. Ein Tor aus Entschlossenheit – und plötzlich kippte die Dynamik. Für einen Augenblick wirkte es, als könne Köln das Spiel drehen. Der Köln Coach hatte zuvor mit maximalem Risiko reagiert: beide Innenverteidiger raus, beide Sechser ebenfalls. Ein taktisches All-in. Mutig – oder Harakiri.

Der Doppelschlag, der alles beendet

Die Antwort der Gastgeber kam brutal schnell. Flanke, Direktabnahme, wieder Demirovic – 2:1. Kurz darauf traf Undav nach Zuspiel zum 3:1. Zwei Aktionen, eiskalt ausgespielt. Kölns Risiko hatte das Spiel geöffnet – und Stuttgart nutzte genau diese Räume. Was eben noch wie ein taktischer Coup aussah, entpuppte sich binnen Minuten als Einladung.

Mut ohne Balance

Der Frankfurter Trainingsumweg sollte Ablenkung vermeiden. Gebracht hat er nichts. Entscheidender war die taktische Eskalation nach dem Ausgleich: maximaler Mut, minimale Absicherung. Kurzzeitig spektakulär, letztlich spielentscheidend gegen Köln.Der FC zeigt gegen Topteams, dass er mithalten kann – aber nicht, dass er sie schlagen kann. Solange Risiko nicht von Kontrolle begleitet wird, bleibt genau dieses Muster bestehen, auch wenn Spieler und Trainer immer von fabelhaftem Spiel sprechen. Vielleicht sollten die sich die Videos der Spiele, die verloren gingen noch einmal genauer ansehen.

Und doch gilt, wie immer in Köln: Enttäuschung hält selten lange. Nächste Woche kommt die nächste Herausforderung und ich freue mich, wenn es wieder heißt: Come on Effzeh.

Die Stimmen zum Rasenevent

Kwasniok: „Die Jungs opfern sich auf, sie sind nah dran, und am Ende ziehen wir den Kürzeren. Nach dem 1:1 hatten wir das Gefühl, es geht eher in unsere Richtung, dann hat der VfB eine sensationelle Aktion, die uns am Ende gekillt hat. Es fehlt nicht viel, aber aktuell fehlt halt leider ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen, sondern auch Punkte mitzunehmen. Das ist bitter, wir waren dran und hätten einen Punkt verdient gehabt.

Marius Bülter: Uns fehlt einfach ein bisschen Glück. Es ist nicht das zweite Mal, sondern das fünfte oder sechste Mal, dass man in der Kabine sitzt und sich nichts vorwerfen kann.

Jan Thielmann: „Unter dem Strich war das definitiv zu vermeiden. Wir stehen jetzt wieder nach einem ordentlichen Spiel da und haben keine Punkte. Das nervt uns, aber ich bin trotzdem guter Dinge: Wenn man schlecht spielt und nicht punktet, dann kann man sich Sorgen machen, aber wir spielen gut und punkten nicht. Ich glaube, die Basis stimmt. Einsatz, Leidenschaft – wir haben gute Ansätze.“

So standen die Teams auf dem Stuttgarter Grün

VfB Stuttgart: Nübel – Assignon, Jeltsch, Chabot, Mittelstädt – Karazor, Chema, Leweling, Undav, Führich – Demirovic

1. FC Köln:Schwäbe – Sebulonsen, Schmied, Özkacar, Lund – Martel, Thielmann, Krauß, Kaminski – Bülter, Ache

Tore: 1:0 Demirovic (15.), 1:1 Ache (79.), 2:1 Demirovic (84.), 3:1 Undav (90.+2)

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Jazzie ist mein Nickname als Jazzmusiker. COLOZINE Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser allerhöchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug, durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des 1. FC Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport, Tennis und Motorrad fahren. Ich bin ein Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Inzwischen habe ich meinen Lebensort an die Nordsee in Ostfriesland verlagert, weil ich mein Herz an ein Denkmal von Anno 1746 verloren habe. Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 170 90 08 08 74