FC Augsburg vs. 1. FC Köln 2:0 – Der Trend bleibt

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Foto @ Für uns Live in Augsburg dabei der Buedchenmicha@blueskysocial
Foto @ Für uns Live in Augsburg dabei der Buedchenmicha@blueskysocial

Köln – Es sind diese Freitagabende, an denen man den Fußball nicht erklären muss, weil er sich selbst erklärt. Der Ball springt, die Pässe verspringen noch mehr – und am Ende steht da eine 0:2-Niederlage, die weniger durch ihre Höhe schmerzt als durch ihre Logik. Der Abwärtstrend des 1. FC Köln setzte sich beim FC Augsburg mit fast schon stoischer Konsequenz fort.

Kick and Rush und wenig Ideen

Köln spielte eine erste Halbzeit, die man wohlwollend als zurückhaltend bezeichnen könnte, wenn Zurückhaltung im Profifußball eine Tugend wäre. Die Startelf – eine Art taktisches Experiment zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit – brachte keinen vernünftigen Angriff zustande. Viel „Kick and Rush“, wenig Idee. Die langen Bälle aus der Abwehr wirkten wie Flaschenpost: nett gemeint, aber selten beim richtigen Adressaten angekommen. Augsburg hatte das unter Kontrolle, ohne dafür über sich hinauswachsen zu müssen.

Augsburg hat den FC im Griff

Dabei war die Partie keineswegs ein Augsburger Sturmlauf. Doch die besseren, klareren Aktionen gehörten den Gastgebern. Noahkai Banks prüfte früh Marvin Schwäbe, Rodrigo Ribeiro verzog knapp. Köln hatte seine beste Szene nach einer Ecke: Jakub Kaminski fand Eric Martel, dessen Kopfball die Latte küsste – ein metallisches Versprechen, das nicht eingelöst wurde.

Nach der Pause geht Augsburg in Führung

Nach der Pause fiel das 1:0 beinahe beiläufig. Banks setzte sich über rechts durch, scharf vor das Tor, und Ribeiro vollendete mit einer Hackenbewegung, die mehr Selbstverständlichkeit als Spektakel ausstrahlte. Es war kein Tor, das aus dem Nichts kam. Es war ein Tor, das sich angekündigt hatte – weil Köln es zugelassen hatte.

Was danach folgte, war der Versuch einer späten Selbstermächtigung. Waldschmidt köpfte vorbei, die eingewechselten Schenten und Niang brachten so etwas wie Dynamik, zumindest den Willen zur Dynamik. Für einen Moment glaubte man, dass dieser FC noch einmal anklopfen könnte. Doch der Fußball ist kein Wunschkonzert, sondern ein Konterspiel.

Der 1. FC Köln schlägt sich mit „All in“ selbst

In der Nachspielzeit ging Schwäbe bei einer Ecke mit nach vorne – das letzte Symbol eines „All in“, das mehr Verzweiflung als Strategie war. Augsburg fing den Ball ab, Alexis Claude-Maurice schoss aus rund 35 Metern ins verwaiste Tor. 2:0. Ein Gnadenstoß, der weniger grausam wirkte als folgerichtig.

Die Niederlage war verdient, weil Köln in zu vielen Momenten unpräzise, fahrig, beinahe dilettantisch wirkte. Das Mittelfeld verlor Bälle, als seien sie lästig geworden. Kombinationen zerfielen, bevor sie entstehen konnten. Die Frage, warum nicht von Beginn an mit mehr Klarheit und Stabilität gespielt wird, stellt sich – aber sie stellt sich seit Wochen. So freue ich mich dann auf das nächste Bundesligaspektakel mit dem 1. FC Köln und wenn es wieder heißt: Come on Effzeh!

Stimmen zum Spiel

Markus (Trainer und FC Fan):Kwasniok, Said el Mala, Bülter und Waldschmidt sollten jetzt mal eine Pause bekommen und Kessler Entscheidungen fällen die das schlimmste verhindern.

Marvin Schwäbe: Wir haben die Verlagerung zugelassen und waren dann zu begleitend in der Situation. Da hätten wir früher stören müssen. Das müssen wir analysieren, das war ein Stück weit zu einfach. Wir haben letzte Woche einen Punkt gegen den Dritten geholt. Jetzt müssen wir einfach weitermachen, hart arbeiten, analysieren und es wieder besser machen.Wir wissen, wo wir stehen, wo wir hinwollen und dass wir die Qualitäten dazu haben.“

Marc Beyer:… der Verein wird es erneut schön reden und an dem so guten Coach festhalten weil man intern klar ist und das Gesamtbild gesehen wird.. wir wissen ja wo wir herkommen…“

So standen die Teams auf dem Augsburger Grün

1. FC Köln : Schwäbe – van den Berg, Simpson-Pusey (78. Chavez), Özkacar – Kaminski, Martel (46. Johannesson), Krauß (84. Schenten), Lund – Waldschmidt (66. El Mala), Ache, Bülter (66. Niang)

FC Augsburg:  Dahmen – Banks, K. Schlotterbeck, Zesiger – Fellhauer, Massengo, Jakic, Rieder, Kömür, Claude-Maurice – Ribeiro

Tore: 1:0 Ribeiro (55.), 2:0 Claude-Maurice (90.+5)

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Jazzie ist mein Nickname als Jazzmusiker. COLOZINE Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser allerhöchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug, durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des 1. FC Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport, Tennis und Motorrad fahren. Ich bin ein Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Inzwischen habe ich meinen Lebensort an die Nordsee in Ostfriesland verlagert, weil ich mein Herz an ein Denkmal von Anno 1746 verloren habe. Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 170 90 08 08 74