Fussball WM- Schade der Weltmeister gegen Japan leider nicht meisterlich

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Köln Sürth-  Die Hausgemeinschaft saß im Garten vor der Großbild Leinwand  und musste miterleben wie der Traum der deutschen Mannschaft ins Halbfinale zu kommen geplatzt ist. Nach dem 0:1 gegen die  Nippon Lady’s  sanken viele deutsche Spielerinnen unter Tränen zu Boden.

Für die deutschen Fußball-Frauen ist der Traum vom Finale daheim und der erneute gewinn des Weltmeistertitel geplatzt. Mit dem 0:1 (0:0) nach Verlängerung gegen Japan endete das Turnier für den Titelverteidiger bereits im Viertelfinale.

Japans Spielerin Karina Maruyama besiegelte mit ihrem Tor in der 108. Minute die erste deutsche WM-Niederlage seit dem 1. Juli 1999.  Ich mache den Spielerinnen keinen Vorwurf, sie haben alles gegeben“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid nach dem Spiel.  Am Ende hätten in den 120 Minuten nur „Nuancen“ den Ausschlag gegeben. „Wir waren nicht in der Lage, ein Tor zu machen.“

Ja und das ist wohl wahr. Denn gestern hakte es an allen Ecken und Kanten. Die Japanerinnen waren eben immer den Tick schneller am Ball, wirkten agil und kampflustig und setzen die deutschen Spielerinnen permanent unter Druck. Sie bestimmten lange Phasen zwar sehr destruktiv und wenig offensiv das Spiel. So richtig wuselig kamen sie immer besser ins Spiel.

Gegen die flinken Asiatinnen konnte  der Weltmeister sich zwar ein  Chancenplus erspielen, jedoch im Abschluß traten eklatante Schwächen auf.

„Ich verstehe das gar nicht! Bisher waren die in allen Spielen viel präzier und besser drauf“  sage ich zu Dieter der neben mir sitzt.  Der formulierte es dann so: “ Es is eh jeföhl wie beim FC. Mal so mal so.“

Die Damen in der großen Runde, waren der Meinung das Celia Okoyino da Mbabi komplett unter ihren Möglichkeiten spiele. Hier im Garten setzen wir alle noch auf einen Einsatz von Birgit Prinz. Die Bundestrainerin hat diesen  unseren  Spirit aber offenbar nicht wahrgenommen. Schade.

In der Verlängerung besiegelte die eingewechselte Maruyama das Aus und beendete die deutsche Sommerparty. „Wir hätten noch fünf Stunden spielen können, wir hätten das Tor nicht getroffen“, sagte Stürmerin Inka Grings. Auch in der Schlussphase wollte kein Treffer mehr gelingen, obwohl das DFB Frauen Team  powerplay spielte. Ob Melanie Behringer, Celia Okoyino da Mbabi, Kerstin Garefrekes oder Inka Grings, ohne große kreative Ideen versuchte man es durch die Mitte und es fehlte an Präzision im Passspiel. Das war es dann das Fußballmärchen.

Kurz vor diesem Spiel hatte es in unserem Garten noch „Allez les Bleus“ Rufe gegeben. Die Frauen in den blauen Trikots mit der Trikolore auf der Brust schoßen sich nach einer furiosen Aufholjagd in der Verlängerung,  im folgenden ersten Elfmeter Schießen dieser WM, ins Halbfinale. Respekt. Bis hier hin haben wir tolle Fußballspiele auf sehr hohem Niveau gesehen. Fußball WM in Deutschland macht einfach Spaß und ja, Leute,  das wird es nun für lange Zeit nicht geben. Schade eigentlich.