Tommy Schneller neue Soul CD „Smiling for a reason“

1986

Die CD  „Smiling for a reason“ von und mit Tommy Schneller, stammt aus der Schmiede von „Cable Car Records“. Das ist ein junges Schallplatten Label aus Wuppertal, unter der Regie des Blues Gitaristen Henrik Freischlader.

Ein paar Wochen habe ich die Scheibe nun rauf und runter gehört und habe Sie mittlerweile sehr ins Herz geschlossen.

Tommy Schneller, den Namen habe ich vorher nie gehört. Ihr? Er gehört zu den mir vollkommen unbekannten Musikern, da er sich eher in der Blues Szene bewegt und das ist nicht unbedingt meine Heimat.

Blues Blues-Größen wie Angela Brown, Albie Donnelly, Johnny Heartsman, Frank Biner und andere kennen den Saxophonisten und Sänger dagegen sehr gut.  Und man höre und staune das Album wurde von Henrik Freischlader produziert. Garant für was? Für mich zumindest für erfrischenden neuen Blues und in diesem Fall angereichert mit einer fetten Soul Komponente und  Bläsersätze  die das Herz erquicken. Also zumindest meines.

Damit lenke ich nun Eure Aufmerksamkeit auf das Wichtige – die CD. Der erste Song auf der CD lautet „Cleaning Lady Blues“ und ab geht die Luzi!!!.
Bläser-geprägter, stark rhythmisch betonter Soul-Funk, der sofort in den Fuß geht. Toller Einstieg!  Ja und was mir gefällt, die Stimme klingt interessant und nach mehr. Man spürt sofort das eine Seele mit hohem musikalischen Verständnis dahinter steckt. Das macht Lust auf mehr.

Dann folgt Smiling for a reason der Title Track.  Der kommt schick und locker funky daher und ist somit das zweite tanzbare Stück auf der CD. Ein Super Sax Solo zeigt wer Chef im Ring ist. Die Gitarre dürfte von Henrik Freischlader gespielt sein, das ist unverkennbar und setzt feine Akzente. Die Bäsersätze erinnern mich sehr an Passagen aus  Maceo Parkers Roots Revisited Album.

Es folgt Youre my place to be. Jetzt muss der Fuß flotter arbeiten, denn das ist purer R&B. Hier spürt man genau das die Band Live ein Ereignis sein wird, auf dem in den ersten 10  Reihen Pogo abgeht. Die CD macht immer mehr Spaß und ich sage Euch genau deshalb wird man den Namen Tommy Schneller sicher noch öfter hören.

Mit Shanky lies wird es klassisch old fashioned Soul. Einfach so wie man  es aus  Blood, Sweat & Tears,  oder James Brown Zeiten kennt.  Einfühlsame Stimme, rockige Riffs, Bläser die klassische Orgel alles in allem Stompin Groove. Das Tanzbein ist gefordert.

Mit Sweetes Touch geht die Party jetzt richtig ab. Locker und flott funkt der Song mit einem wunderschönen Refrain zum mitsingen. Die Stimmungskurve braust voll nach oben. Jetzt mag ich diese Scheibe aber richtig gut leiden und denke schon drüber nach ein Ticket zu ordern, weil sich bei diesem Song klar heraus kristallisiert, das man sich dieses musikalische Prachtwerk Live nicht entgehen lassen darf.  „What shall i do“ singt Tommy dann weiter  „I“˜m in Love with you!“

Das beantworte ich mit “ Shure me too

Jetzt legt ihr Euch ein wenig zurück und schließt die Augen, oder nehmt einfach Euern Schatz in den Arm, denn jetzt lässt Euch Tommy Schneller den Blues for the Lady tanzen. Das Saxofon Solo dunkel, einfühlsam und es brüllt und trifft dich in den tiefsten Regionen. Gänsehaut. Wie schön ist das denn? Hier wird so richtig das Ober Blues Klischee  bis zum abwinken erfüllt. Aber. Vom allerfeinsten und auch das einfühlsame Gitarrensolo und das Finale verlangen: Respekt!  Dem Produzenten und den Musikern natürlich auch. Zauberhaft. Auf den Punkt  gebracht. Besser geht nicht.

So an dieser Stelle müsste eine schwarze Scheibe gedreht werden. Halbzeit.
Jetzt kommt mein persönliches Lieblingsstück  auf der CD  und das ist Cant go on this way…… Funky smooth und groovy Jazz  und Soul. Ein fetter geiler Bass. Einfach alles Super gespielt und arrangiert. Also dürfte ich mir als Drummer ein Stück wünschen, das ich mit der Band spielen dürfte, ja Leute,  dann wäre es genau diese Nummer. Da würde ich innerlich auf der Bühne abheben. Ihr versteht, jeder hat nun mal so seine musikalischen Vorlieben.

Aber ich will nicht von mir reden sondern Euch noch sagen bei: Never found me a girl befällt  mich das gleiche Gefühl. Dieses Stück erinnert mich stark an eine Roy Herrington Nummer aus den 90er Jahren. Ich weiß nicht warum, spielt auch keine Rolle, das Stück ist einfach wunderschön und das Album ist einfach Klasse.  Zum Ende hält die CD  noch eine Krönung bereit.

Das letzte Stück heißt „Get Closer“ und es ist der Slowblues aus Henrik Freischladers gleichnamigem zweiten Album . Die Ballade, in der ich will es mal die Big Band Version nennen, ist mit den gefühlvollen  Bläser Arrangements bestens geeignet, wieder einmal die Augen zu schließen. Unterschied zum  Freischlader  Original-  der Gesang es einfach super in Szene gesetzt, schöner als auf Henrik“˜s CD.  Die Bläser passen genial besser dazu. Hier werden beim Hörer wunderschöne Gefühle erzeugt und damit ist das Ziel der Musik erreicht, auch wenn Tommy Schnellers Album in den Playlists keine Top Position einnimmt.

Ich schwöre Euch, auch ihr werdet diese CD mehr als einmal hören, denn irgendwie macht dieser Tommy Schneller und seine Band Hunger auf mehr. So Leute, jetzt aber ab in den Amazon Store und ordern. Bestellen kann man aber auch auf der Webseite von Tommy Schneller

Mehr Platten aus dem Freischlader Label  Cable Car Records . Dort kann man auch reinhören 🙂

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Packie lebt im Kölner Süden und ist Gründer, Entwickler und der Chef des COLOZINE Magazin, das als Blog neben der Kölner Süden Seite "Packie.de" aufgebaut wurde. Im weitesten Sinne ist diese Seite mehr den Farben, der Musik und den persönlichen Themen gewidmet. So zum Beispiel, wie ich zur Musik kam, warum mich Motorsport fasziniert hat, und welchen Bezug ich zu Tennis und Squash habe.