Weihnachtsmarkt Köln auf dem Roncalliplatz- Oh wie schön du einst gewesen!

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Der von mir favorisierte Weihnachtsmarkt am Kölner Dom und alle anderen Kölner Weihnachtsmärkte öffnen heute ihre Türen.
Wie schön, denn das ist eines meiner Lieblingsthemen in der Weihnachtszeit. Die telefonischen Worte von zwei Ausschussmitgliedern der Kommission für die Vergabe der Kölner Weihnachtsmärkte aus dem Januar 2010 klingen mir noch in den Ohren. „Sie werden sehen, wir hatten mehr als genügend Gründe für die neue Vergabe des Kölner Weihnachtsmarkt am Dom an einen neuen Betreiber. Das Konzept das uns vorliegt ist einfach total überzeugend und um ein vielfaches wird der Markt besser!“ sagte ein Mitglied der Kommission (SPD- Schulz) mir im Januar. ….Link zum Artikel

Nun auf die Wahrheit zu dieser Aussage mussten wir fast 10 Monate warten. Gab es im Vorfeld schon Ärger,  sollte sich folgendes schon zu einer erweiterten Diskussion für typischen kölschen Klüngel ausweiten. Ein Besuch auf dem Roncaliplatz und eine Besichtigung während der Aufbauphase geben einen Vorgeschmack was mich als Liebhaber des Kölner Weihnachtsmarkt am Dom erwartet.

Was ich sehe zeigt keine deutliche Verbesserung. Egal aus welcher Perspektive ich mir das bei einem  Rundgang auch ansehe.
Ich meine Verbesserung im Sinne von: Gibt es ein besseres Ambiente? Eine schönere Beleuchtung? Ein größerer und schöner geschmückter Weihnachtsbaum? Ist das Lichtzelt schöner als zuvor? Gibt es schönere Stände eine bessere Platzaufteilung?
Für mich nicht. Es ist alles anders das merkt man sofort.

Finde ich nun echtes Grün, mehr echte Tannen, was ja schon von einigen Besuchern bemängelt wurde? Ich denke nach zum Thema Romantik, das wäre ja einen Versuch wert zumindest ein besonderes Attribut zu finden. Ok die Romantik des Dom oberhalb im Gesamtbild wird nicht gestört.

Der Vergleich der Top Bilder Kölner Weihnachtsmarkt am Dom auf den jeweiligen Webseiten 2009 alt /2010, zeigt Bilder die aus nahezu ähnlicher Perspektive aufgenommen wurden(Vergleichsbilder kommen,werden überarbeitet). Ich denke da erkennt der Betrachter auch ohne meinen Kommentar den Unterschied. Ich erwog zuerst den Artikel in der Rubrik kritische Kolumne zu veröffentlichen. Wäre das Thema nicht so ernst, es gehörte sicherlich in Sachen politischer Verfehlungen in Köln, genau dort hin.

Was ist aus dem Weihnachtsmarkt am Dom geworden? Wie konnte so etwas passieren? Das zu kurz geratene Lichterzelt. Die Fichte die noch Tannenbaum werden will. War die Papierform der Bewerbung, die der Kommision vorlag, besser als das was ich jetzt sehen kann?
Was haben Stadtdirektor Kahlen &Co. bei der Bewerbung zu sehen bekommen, das sie dazu brachte sich für einen Wechsel der Betreiber zu entscheiden?

Kommt da noch etwas Europa den Atem verschlägt?

Es muss doch noch einen Winkel oder eine Perspektive geben, die wie bei einer schönen Show auftaucht und mich dann einfach umhaut, um mir eine unvergessliche Weihnachtsmarkt Impression zu vermitteln.

Die Impressionen beim bisherigen Weihnachtsmarkt Nummer 1 in Europa waren so. Bis gestern. Ich bin ein ewig gestriger könntet ihr jetzt sagen. Das bin ich nicht, sondern ich sehe da eher nur eine schlechte Kopie aus einem Stadium von vor cirka 10 Jahren.

Ich denke das die Kommission Kölner Weihnachtsmärkte die Katze im Sack gekauft hat. Ich handele es intern schon als politischen Unsinn der SPD ab. Neu im Amt, dann muss auch etwas Neues her. So vermute ich sind die Beweggründe. Die Devise der Kölner Verantwortlichen frei nach dem Motto:“ Was soll es, der Bürger wird schon nichts merken.“ Selbst die CDU konfrontierte Kölner Bürger bereits mit“ Diese Kröte müssen sie halt schlucken“, wenn mal die Entscheidung falsch war.“ Wir im Kölner Süden kennen das ja schon in Sachen Hafenausbau. Wirklich erfahren werden wir es sicher nicht.

Den bahnbrechende Unterschied, der einen Betreiberwechsel nach 15 Jahren Erfolg dringend erforderlich machte, sehe ich nicht. CDU Chef Granitzka hatte die Kommission vorher  gewarnt. FDP Chef Houben meinte im Januar gegenüber dem Kölner Wochenspiegel:“ Die Köln Advent Stadtfest GmbH(ehemaliger Betreiber) habe gegenüber dem neuen Betreiber ( Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH, Monika Flocke) einen schwachen Eindruck hinterlassen.

Text Zitat  Houben(FDP):“ Die haben geglaubt das Rennen sei gelaufen, nur weil sie mal zu Europas schönsten Weihnachtsmarkt gewählt worden sind.“ Herr Houben, das hört sich an wie: Hiss! Hiss! Hiss ! So verstehe ich das jetzt.

Nun, Herr Houben ihre Vermessenheit gegenüber der Bürgermeinung und gegenüber der Urteilsfähigkeit vieler  treuer Gäste aus ganz Europa könnte zum Bumerrang werden. Die 9 Kölner Kommissionsmitglieder haben mit Zitronen gehandelt und werden eine zur Ehre erhalten.

Die goldene Zitrone für Weihnachtsmärkte wie sie nicht sein sollten, wenn sie das Prädikat schönster Weihnachtsmarkt Europa’s erhalten wollen. Die Gunst der Besucher des Kölner Weihnachtsmarkt am Dom ist nicht selbstverständlich. Eine Erfolgsgeschichte politisch schroff beendet?

Ja könnte so werden. Hier wurde der Grundstein für den Erfolg anderer Weihnachtsmärkte in anderen Städten gelegt. Die Märkte im Ruhrgebiet, Düsseldorf und Aachen werden sich die Hände reiben und den Kölnern Dankesschreiben senden. Das Kölner Polit- Erfolgsmanagement -Team hat die Tür für den Tourismuserfolg anderer Städte weit aufgestosssen.

Europas Top Weihnachtsmarkt Markt ade!

Vielen Dank aslo, für Ihren Weitblick und ihren Einsatz in ein erfolgreiches Weihnachtsmarkt Stadt Marketing Konzept. Der neue Markt am Dom ist für mich leider weit von einer Tourismus Attraktion entfernt. Ich liebe wie andere Menschen schöne Dinge. Vorher war es für mich und andere sehr schön am Dom.
Nun warten wir mal ab was auf meinem Lieblings Weihnachtsmarktplatz so geschieht. Es werden sicher viele Besucher dort landen. Ob sie ihn genauso lieben wie den vorherigen Markt wird sich zeigen.
Vielleicht rettet ihn das Bühnenprogramm oder andere Events. Doch so richtig glaube ich nicht daran.  Ich würde eher sagen:“Oh Du schöne Weihnachtszeit am Dom…. oh wie schön du einst für mich gewesen.“

By the way, ist das für Kölner auch kein Problem, denn wir haben ja noch den Altermarkt und den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Köln-Sürth macht auch wieder einen Weihnachtsmarkt und in selbst in Köln-Weiß gibt es im dritten Jahr Glühwein und romantische Weihnachtsstimmung. Rodenkirchen hat einen schicken Nikolausmarkt und auf Schloss Bensberg war es letztes Jahr ganz schön toll. Mein Geld hüpft wie immer  dort aus der Tasche wo ich hingehe.  Den Dom Weihnachtsmarkt werde ich mir schenken. Ich stehe auf schöne Originale und die Kopie auf der Domplatte überlasse ich in diesem Jahr den Touristen. 🙂 Ja und Tipps für tolle romatische Weihnachtsmärkte nehme ich gern entgegen.

Anmerkung d.R.: Sorry,dieser Artikel wurde für ein Mail Aktion benutzt. Er wurde aber nicht von freie-news.de per Mail versandt. Bitte beachten Sie den Absender. Es geht es mir nicht um die Betreiber des Marktes, sondern um das Konzept (das mir vorlag),  sowie die Auswahlkriterien der 9 köpfigen Kommission und deren Entscheidung. Das Artikelbild stammt von mir.  Den besten Eindruck erhält man durch einen Besuch des Weihnachtsmarktes am Dom 🙂

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Packie lebt im Kölner Süden und ist Gründer, Entwickler und der Chef des COLOZINE Magazin, das als Blog neben der Kölner Süden Seite "Packie.de" aufgebaut wurde. Im weitesten Sinne ist diese Seite mehr den Farben, der Musik und den persönlichen Themen gewidmet. So zum Beispiel, wie ich zur Musik kam, warum mich Motorsport fasziniert hat, und welchen Bezug ich zu Tennis und Squash habe.