Köln – Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen Mainz 05 nicht gewonnen, weil alles funktioniert hat. Er hat es gewonnen, weil er sich nicht aufgegeben hat. Nach einer ersten Halbzeit, die viele Fragen aufwarf, folgte eine zweite, die Antworten gab. Und in der Schlussphase stand plötzlich ein Name über allem: Ragnar Ache. Zwei Tore. Drei Punkte. Und das Gefühl, dass diese Mannschaft vielleicht doch noch das Zeug dazu hat, die Saison mit Würde zu Ende zu bringen.
Die erste Halbzeit: zu wenig Klarheit, zu wenig Zugriff
Der FC begann mit Abschlüssen aus der Distanz, aber ohne echte Durchschlagskraft. Mainz hingegen zeigte früh, dass sie entschlossener waren. Der Pfostentreffer von Potulski war eine Warnung – das 0:1 durch Stefan Bell die logische Konsequenz.
Köln wirkte unsortiert, besonders im Zentrum. Die Ordnung ging verloren, die Körpersprache stimmte nicht. Pfiffe zur Pause waren keine Bosheit – sie waren wohl eher Ausdruck der Sorge.
Kwasniok reagiert – und Köln kommt zurück
Ein Dreifachwechsel zur Halbzeit brachte neue Struktur und neue Energie.
Der FC trat nun mutiger auf, gewann Zweikämpfe und verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die Mainzer Hälfte. In der 57. Minute war es dann Ache, der nach einer starken Flanke von Castro-Montes zum 1:1 einköpfte. Es war der Moment, in dem Köln wieder an sich glaubte.
Das Stadion trägt die Mannschaft
Was danach folgte, war weniger schön als entschlossen.
Köln kämpfte. Und Mainz merkte, dass dieses Spiel nicht mehr selbstverständlich zu gewinnen war. Die Südkurve stand geschlossen hinter dem Team, und diese Unterstützung war spürbar. Der FC wurde stärker – im Kopf, im Willen, im Spiel.
Ache entscheidet – mit dem Instinkt eines Stürmers
In der 86. Minute, nach der neunten Ecke, fiel das entscheidende Tor.
Bülter brachte den Ball vor das Tor, Mainz konnte nicht klären, und Ache stand genau dort, wo ein Stürmer stehen muss. Das 2:1 war kein Zufall. Es war das Ergebnis von Beharrlichkeit.
Die Südkurve gewinnt das Spiel – und Ache schreibt Geschichte
Mainz war lange besser. Köln lange schlechter. Aber wenn Fans und Mannschaft zusammenhalten, dann geht eben doch noch was. Die Energie von den Rängen hat die Mannschaft gepackt. Die Mannschaft hat’s umgesetzt. Und Ragnar Ache hat’s entschieden. Nach der starken Leistung gegen Bayern wäre man gegen Mainz beinahe untergegangen. Aber am Ende zählen die Punkte. Drei im Sack, Mund abputzen – und weiter geht’s. Ich freue mich wenn es wieder heißt: Come on Effzeh!
So standen die Teams auf dem Müngersdorfer Grün
1. FC Köln : Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar (46. Lund) – Maina (73. Waldschmidt), Martel (46. Krauß), Johannesson (46. Ache), Castro-Montes (83. Thielmann) – Kaminski, Bülter, El Mala
FSV Mainz 05:Batz – Kohr, Bell, Potulski – da Costa, Kai. Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee – P. Tietz, Silas
Tore: 0:1 Bell (29.), 1:1 Ache (57.), 2:1 Ache (86.)




































































