Das „je suis “ Jahr ist zu Ende – Happy2016

5949
Feuerwerk-Suerth-62

Köln- Das Jahr 2015 geht zu Ende. Ich bin – je suis (französisch) ist der gefühlt am häufigsten eingesetzte Avatar in den sozialen Medien des Jahres 2015. Ein Jahr in dem so zirka jeder „je suis“ ist. Und doch will eigentlich niemand es wirklich sein. 2015 beherrschen große Themen Weltweit die Netzwelt. Facebook und Twitter ertrinkt förmlich im Mitgefühl und leidet mit. Aber auch auf den Straßen leidet man mit. Die Solidarität mit Opfern der IS Anschläge und den Angehörigen wird verdeutlicht durch Kerzen und Blumenmeere. Die TV Medien untermauern das in endlosen Berichten.

Wir Verschwenden endlose Energie in unserem Beileid für die Toten des Terror. Dabei gehen die wahren Katastrophen in der Welt fast unter. Das Erdbeben in Nepal mit tausenden Toten. Überschwemmungen. Flut und Kriegsopfer in Tausender Blöcken. Doch das sind wir nicht. Da lassen wir das „je suis“ komplett unter den Tisch fallen.

Nun soll ein Jahresrückblick keine Anklage sein für all das, was andere nicht tun. Sondern ich frage mich was ich denn bin. Je suis…. und dann brodelt es förmlich hoch.

Ich bin mitverantwortlich für die Klimaveränderung, die täglich tausenden von Menschen in der Welt den Tod bringt, weil ich gnadenlos alle zur Verfügung stehenden Ressourcen dieser Erde nutze.

Ich bin mitverantwortlich für ein Wirtschaftssystem das es zulässt das Millionen Menschen auf der Welt hungern, während die Flotten meines Landes die Meere vermüllen und auf der anderen Seite leer fischen, damit ich immer schön satt und gesund bin.

Ich bin mitverantwortlich das in meinem Land Kriegsflüchtlinge gejagt, ausgegrenzt und abgewiesen werden.

Ich bin mitverantwortlich, das mein Land, in anderen Ländern Kriege führt und Menschen tötet – Mehr als jemals bei den Pariser Anschlägen zu Tode kamen.

Mir wird ganz elend, wenn ich darüber nachdenke, was ich alles bin. „Je suis“ eine einzige unehrliche Katastrophe, die eigentlich den Kopf in den Sand steckt, ob all dieser fürchterlichen Taten, die ich täglich dulde und ertrage, obwohl ich es besser weiß.

Die einzige Entschuldigung die mir bleibt, ist die Flucht nach vorne. Ich bekenne das ich fast mein ganzes Leben mit Egoismus und Selbstdarstellung verschwendet habe. Ich hoffe ich bin willensstark genug, das auf der Zielgeraden zu ändern. Das nehme ich mir in jedem Fall für das nächste Jahr vor.

Ich werde in keinem Fall meinen Avatar wechseln. Ich werde mich jeder Form von „je suis“ verweigern.

Tja und vielleicht überlegt der eine oder andere von Euch auch einmal was „Er“ denn ist.

Ich wünsche allen Lesern einen besinnlichen und fröhlichen und gesunden Jahreswechsel.Kommt gut rein und mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Ich freue mich auf 2016. Ich hoffe wir finden einen neuen Dialog in dem wir mehr Rücksicht auf andere Nationen und Länder nehmen. In der wir mehr dafür tun, unsere globale und lokale Umwelt so zu verändern, das sie nicht weiter zerstört, sondern im weitesten Sinne erhalten bleibt, auch wenn damit wirtschaftliche Rückschritte verbunden sind.

Wir sollten einfach mehr teilen!

Nicht das „je suis“ sondern Dinge die wir nicht brauchen, die anderen jedoch helfen zu überleben.

Vorheriger ArtikelFrank McComb JAZZ und „soul für die Seele“ Live Köln
Nächster ArtikelHURTS – Manchesters Pop-Giganten Funky Video „Lights“
Jazzie ist mein Nickname als Schlagzeuger und Jazzmusiker. Das Colozine Köln News Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Main Stream Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser aller höchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des ersten Fußballclub Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport,Tennis,Squash und Motorrad fahren. Ich bin Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Neben Köln, zieht es mich nach Ostfriesland. Denn dort ist das Meer und ein 243 Jahre altes Haus :-) Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) Oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 170 90 08 08 74