Mein Kommentar zu #Aufschrei

1987

Köln- Ein paar Tage grassiert es jetzt wie eine kleine Seuche und multipliziert sich immer mehr. Der Twitter Hashtag #Aufschrei im Netz. Anne Wizorek,ich nenne Sie einfach mal Urheber des Gedankens, beschreibt sich selbst als „Nerdette mit Wohnsitz Internet und Berlin“ und freie Beraterin für digitale Strategien & Onlinekommunikation.Feminismus ist eines von Anne Wizoreks Hauptthemen zu denen sie regelmäßig bloggt. Und was ich immer sage – wie gut das es private Blogs gibt!

Weil Sie hat mit #Aufschrei so etwas wie eine richtige fette Lawine losgetreten. Die einen nennen es Sexismus Debatte. Andere versuchen es als den Fall Brüderle und der sei ein wenig, angetrieben durch einen Stern Beitrag aufgebauscht worden und von vielen falsch verstanden, eigentlich doch vollkommen unsinnig.
Die Autorin selbst will erreichen das “ Sexismus im Alltag“ offen angesprochen werden kann und sich die Opfer nicht mehr im Stillen schämen müssen. Bis jetzt wird die Schuld viel zu oft beim Opfer, anstatt beim Täter gesucht.

Ja und da klinke ich mich ein. Die Diskussion ist nicht unnütz. Sie muss ausführlich und offen geführt werden. Nicht so wie bei Günter Jauch in der ARD am Sonntag Abend. Das war eine lächerlich einfach gestrickte teils hinterhältige Häme die dieses Thema sogar noch konterkariert hat. Dieses lächerliche etwas süffisante Grinsen von Jauch bereits bei der Anmoderation der Sendung, dürfte bei vielen betroffenen Frauen schon zum würgen geführt haben. Unwürdig. Wer den Talk verpasst hat – ARD Mediathek ansehen.

Einen ernsthaften und glaubwürdigen Beitrag und einen guten Ansatz lieferte dort Silvana Koch-Mehrin (FDP) die sagte:“Ich fühle mich nicht persönlich betroffen. Ich habe gelernt mit diesen Problemen umzugehen, aber ich möchte diese Diskussion zu Ende führen, um diese meinen Kindern in der Zukunft ein für allemal zu ersparen.“ Gut fand ich dann auch noch Frau Schwarzer die meinte, der Beitrag im Stern sei ganz nett, der Fall Brüderle eher lapidar aber das Thema viel wichtiger und würde in der Folge endlich einmal diskutiert. Dem schließe ich mich an.

Ich hoffe das dieses Thema keine Eintagsfliege ist! Ich wünsche mir, das es jetzt endlich einmal so richtig ans Eingemachte alter Männerdomänen geht.
Ich hatte immer schon einen im Kern gesunden Hass auf Männer, die ihre Machtposition, sei es in politischer, wirtschaftlicher oder beruflicher Hinsicht benutzten, um sich Frauen gefügig zu machen. Ich hatte das Thema eigentlich abgehakt, weil ich dachte, das diese Spezies Mann über kurz oder lang aussterben wird. Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein.

Folgt man den Beiträgen bei Twitter, den Kommentaren bei Facebook oder in den Blogs, dann tut sich da ein schier unfassbares Fass auf. Meiner Tochter habe ich immer gesagt, lass dir nichts gefallen. Als sie 16 war, dafür gesorgt das Sie ihr eigenes Motorrad hatte und in ihrer Klicke nicht von irgendwelchen Bubis abhängig war. Ihr immer gesagt, lass dich dich nicht unterdrücken oder blöde egal von welchen Typen anmachen. Sie hat es gepackt. Bis heute zumindest.

Ich habe mich Zeit meines Lebens immer korrekt verhalten und könnte schweigen.Tue ich nicht. Weil mir immer wieder Männer über den Weg gelaufen sind, die eben sozial unerzogen und überheblich, genau das tun, worüber sich die Frauen beschweren. Das ist kein Kavaliersdelikt.

Aber liebe Frauen und hier spreche ich jetzt die Mütter von Jungs an: Lasst die Männer nicht im Regen stehen.Bei meinem Sohn werde ich alles dafür tun, das er kein Frauen verachtender geiler Macho wird. Meine Frau, da sind wir uns sehr einig, sieht das ebenso.
Doch wo gehört diese Diskussion hin? Nun in erster Linie mal an unseren Famileen – Küchentisch. Sie muss in unseren Häusern geführt werden. Mit Nachbarn. In Vereinen. In den Glaubensgemeinschaften. Überall dort wo wir mir anderen Menschen zusammentreffen. Im Internet und in den Medien ist sie schnell vorbei. Dort regieren schon morgen wieder andere Themen die Welt. Deshalb poste ich jetzt meinen Standpunkt hier und jetzt und verbreite ihn bei meinen Freunden.

Wir brauchen keine neuen politischen Regeln oder Gesetze dafür, sondern eher einen ernsthaften Dialog und gemeinsamen Versuch auf der untersten Ebene. Redet alle heute schon mit den Euren kleinen Jungs wenn ihr nicht wollt, das sie als Große kein schwachsinniges Verhalten Frauen gegenüber an den Tag legen!

Solche wie Brüderle, die sterben aus. Nur eine Generation weiter sind die Makulatur. Und doch ist gerade jetzt große Vorsorge angesagt.

Und da richte ich einen wichtigen Appell an die Männer mit kleinen Jungs: Unterlasst in Anwesenheit Eurer Jungen machohafte Witze und Sprüche! Vorbild ist die beste Erziehung.

Ein weiterer Appell geht an alle übrigen kinderlosen Männer die so etwas in Ihrem Umfeld dulden:

Klopft Euren Kollegen auf die Finger! Verkündet klar und deutlich, das ihr ein solches Verhalten ablehnt. Entzieht den Machos die einfach die Anerkennung. Zerstört ihre Basis. So einfach ist das.

Betroffenen Frauen kann man beim geringsten Verdacht nur raten: Wehrt den Anfängen! Nutzt die Öffentlichkeit und redet darüber. Kolleginnen in betroffenen Betrieben sollten statt sich nicht mobben ,sondern sich solidarisieren und offen über das Thema reden.
Für all jene die nicht twittern, eine Webseite zu diesem wichtigen Thema findet ihr unter Aufschreien gegen Sexismus.

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Jazzie ist mein Nickname als Schlagzeuger und Jazzmusiker. Das Colozine Köln News Magazin ist mein Blog. Beruflich bin ich Inhaber einer Internetagentur in Köln und Ostfriesland. Hier fröne ich meinen Hobbys. Ich liebe Smooth Jazz und die USA Jazz Musik Szene. Als Main Stream Jazz Fan sehe ich Harmonie, nicht nur in der Musik, als unser aller höchstes Gut an. Jazz-, Pop-, Hardrock- und Bluesmusik hat die Welt verändert und ist für mich unverzichtbar. Grund genug durch die Welt zu surfen und Ausschau nach guten Music Acts und Musikern zu halten. Ich bin Fan des ersten Fußballclub Köln. Weitere Faibles gelten dem Motorsport,Tennis,Squash und Motorrad fahren. Ich bin Honda Freak und lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen. Neben Köln, zieht es mich nach Ostfriesland. Denn dort ist das Meer und ein 243 Jahre altes Haus :-) Bei Fragen oder Fehlangaben auf den Colozine Köln News Seiten hier die Kontaktmöglichkeit Jazzie (Reinhold Packeisen) Oder Mail an info@koeln-news.com :-) Tel.+49 2236 7025094