Ratenkredit oder Dispo? Was ist die günstigere Alternative?

268
Ratenkredit oder Dispo? © istock.com/AntonioGuillem
Ratenkredit oder Dispo? © istock.com/AntonioGuillem

Köln – Wer unter einem finanziellen Engpass leidet, greift gerne auf den eingeräumten Dispo des Girokontos zurück. Dies ist für viele die einfachste und schnellste Möglichkeit, um Zahlungslücken kurzfristig zu überbrücken. Schließlich ist es nicht schwierig, das Girokonto zu überziehen und mit dem nächsten Gehaltseingang wieder ins Positive zu bringen.

Die Zinsen für den Dispositionskredit sind jedoch oft ernüchternd. Auch wenn eine Überziehung von 100 oder 200 Euro zunächst nicht viel erscheint, läppert sich das bei häufiger Nutzung zu einem größeren Betrag zusammen. Mitunter gibt es bessere Alternativen und diese nicht nur im Rahmen eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Geld fürs neue Auto oder zum Shoppen

Bei einem Autokauf wird schnell eine größere Summe fällig. Beim Shoppen in der Innenstadt sind es meist kleinere Beträge. Dennoch kann es durchaus lohnenswert sein, vom praktischen Dispo auf eine andere Kreditart umzusteigen, etwa auf einen Ratenkredit. Beim Ratenkredit wird eine festgelegte Summe mit einer festgelegten Verzinsung zur Verfügung gestellt, die der Kreditnehmer in monatlich festgelegten Raten zurückzahlt. Laufzeit, Kredit- und Ratenhöhe sowie Zinssatz sind hierbei genau festgelegt. Beim Online Kreditvergleich lassen sich unterschiedliche Darlehensarten kostenfrei miteinander vergleichen.

Autokauf per Dispo oder Ratenkredit © istock.com/andresr
Autokauf per Dispo oder Ratenkredit © istock.com/andresr

Wann lohnt sich welche Darlehensart?

Ein Ratenkredit kann sich lohnen, wenn das Girokonto immer wieder überzogen wird. Das kann teils kleinere Summen betreffen, aber insbesondere handelt es sich um Beträge im vierstelligen Bereich. Bei Letzterem lohnt sich der Umstieg auf einen Ratenkredit in jedem Fall: Der zu zahlende Gesamtbetrag der Zinsen ist bei großen Darlehenssumme in der Regel niedriger als bei permanenter Inanspruchnahme des Dispos. Ein Autokauf, ein Urlaub oder größere Ausgaben jeglicher Art, bei denen die Summe von vornherein bekannt ist, sind im Rahmen eines Ratenkredites oder bei Immobilien im Rahmen eines Baudarlehens abzuwickeln.
Ausschließlich kürzere Überziehungen des Girokontos sind aus finanzieller Sicht akzeptabel.

Wichtig hierbei: Die Bank räumt einen Dispo bzw. Überziehungskredit ein. Auch darüber hinaus lässt die Bank Überziehungen zu, nämlich die Überziehung des vorgegebenen Dispositionsrahmens. Die Zinsen hierfür sind jedoch noch höher als die, die für die Inanspruchnahme des genehmigten Überziehungskredits geleistet werden müssen.
Empfehlung: Wer mehr Geld als den genehmigten Dispositionsrahmen benötigt, sollte sich unbedingt beraten lassen bzw. sich online informieren, welche Alternativen es gibt.

Auch wenn Kreditinstitute eine zeitweilige Überziehung des Dispos dulden, ist diese Kreditnutzung die ungünstigste für den Verbraucher.

Kommentieren Sie den Artikel